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Angelschnüre

Neben der passenden Angelrute und -rolle spielt auch die Wahl der Angelschnur eine entscheidende Rolle beim Angeln. Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Arten von Angelschnüren, wobei auch immer mehr „Hybriden“ auf den Markt kommen, manchmal aber auch wieder schnell verschwinden. Wir unterscheiden zwischen monofilen-, geflochtenen- und Fluorocarbon-Schnüren. Jede dieser Schnurarten besitzt verschiedene Merkmale, die gleichzeitig ihre Einsatzgebiete bestimmen. In unserem Onlineshop findest du eine große Auswahl an unterschiedlichen Angelschnüren ausgezeichneter Hersteller. Außerdem verraten wir dir, wie du die passende Schnur zu jeder Angelmethode findest.
 

Unsere Bestseller

Monofile Schnüre

Eine Monofile Angelschnur besteht aus einem Strang und ist deutlich dehnbarer, als eine geflochtene Angelschnur. Die Dehnung besitzt im Drill eine puffernde Wirkung und verringert die Gefahr, dass der Haken aus dem Fischmaul ausschlitzt. Beim Spinnfischen würde sich die Schnurdehnung eher negativ auswirken, da sie das Ködergefühl verringert. Lediglich beim Spinnfischen auf Barsch oder Forelle können monofile Schnüre aufgrund ihres geringen Gewichts und der Dehnung von Vorteil sein. Monofile Schnüre haben meist einen gewissen Auftrieb, der aber mit zunehmender Schnurstärke abnimmt. Allerdings gibt auch extra sinkende Schnüre, z. B. für die Karpfenangelei. In den meisten Fällen werden monofile Schnüre beim Ansitzangeln eingesetzt. Gerade beim Grundangeln werden sie bevorzugt, da sie im Vergleich zu einer geflochtenen Angelschnur eine wesentlich höhere Abriebfestigkeit besitzen.

Geflochtene Schnüre

Wie der Name schon verrät, besteht eine geflochtene Schnur aus mehreren Strängen, die miteinander verflochten werden. Heutzutage werden meist 8-fach geflochtene Schnür benutzt. Aus der speziellen Flechtung resultiert eine sehr hohe Tragkraft der Schnur im Verhältnis zum Durchmesser. Außerdem besitzen geflochtene Schnüre kaum Dehnung, was vor allem beim Spinnfischen einen guten Köderkontakt ermöglicht. Auch zum Feederfischen und Karpfenangeln auf größere Distanzen werden gern geflochtene Schüre verwendet. Die geringe Dehnung ist hier für eine bessere Bisserkennung verantwortlich. Ein Nachteil ist die höhere Anfälligkeit gegenüber Abrieb. So kann es bei Hindernissen im Wasser schneller zu Beschädigungen der Angelschnur und damit zu einem Abriss kommen. Außerdem haben, besonderes sehr dünne, geflochtene Angelschnüre eine schlechtere Knotenfestigkeit als ein Monofil. Aus diesem Grund werden häufig sogenannte Knotenlosverbinder eingesetzt. So lässt sich auch an einer geflochtenen Schnur problemlos ein Vorfach ohne Tragkraftverlust befestigen. Wie auch beim Mono ist der überwiegende Teil der geflochtenen Angelschnur schwimmend. Aber auch sinkende Modelle sind heutzutage erhältlich.

Fluorocarbon Schnüre

Fluorocarbon Schnüre, die von Anglern häufig als „Fluoro“ bezeichnet werden, können zu den monofilen Schnüren gezählt werden. Sie kennzeichnen sich aber durch ein entscheidendes Merkmal. Sie besitzen einen Lichtbrechungsindex, der dem von Wasser sehr ähnlich ist. Kurz gesagt, Fluorocarbon Schnüre sind unter Wasser nahezu unsichtbar für die Fische. Aus diesem Grund werden sie häufig als Vorfachschnur verwendet. So lassen sich scheue Fische deutlich leichter überlisten. Zudem ist eine Angelschnur aus Fluorocarbon sehr abriebsfest. Ein Fluoro ist immer sinkend und hat einen ausgeprägten Memory-Effekt. Daher empfiehlt es sich, bei Bedarf das Vorfach vor der Benutzung zu straffen, wenn es vorher aufgewickelt gelagert wurde.

Vorfachschnüre und Vorfächer

Wie bereits erwähnt, werden Fluorocarbon Schnüre gern als Vorfachschnüre verwendet. Aber auch monofile Angelschnüre können sinnvoll eingesetzt werden. Sie lassen sich als sogenannte Schlagschnur oder direkt als Vorfach verwenden, wenn sich viele Hindernisse im Wasser befinden. Ein besonderes Vorfach ist das sogenannte Stahlvorfach, welches beim gezielten Angeln auf Hecht genutzt wird. Aufgrund der scharfen und zahlreichen Zähne können Hechte herkömmliche Vorfächer sehr einfach durchbeißen. Da ist absolut nicht waidgerecht. Auf andere Fischarten kann es jedoch abschreckend wirken, da es unter Wasser etwas besser sichtbar ist. Trotzdem sollte beim Angeln mit Kunstködern oder Köderfischen immer ein Stahlvorfach genutzt werden, wenn Hechte zum Fischbestand zählen.

Schnurverbinder und Angelschnur-Zubehör

Wie bereits erwähnt, werden bei geflochtenen Angelschnüren Knotenlose Verbinder eingesetzt, um Schnüre und Vorfächer zu verbinden. Diese Verbinder besitzen eine enorme Tragkraft und können auch kampfstarken Fischen, zum Beispiel einem kapitalen Hecht, standhalten. Wenn du Stahlvorfächer selbst basteln möchtest, kannst du diese entweder knoten oder mit Quetschhülsen anfertigen. Ergänzend benötigst du passende Snaps und Wirbel. Alles findest du selbstverständlich bei uns im Shop. Die Größe und Form der Snaps solltest du an die Angelmethode anpassen. So benötigen Wobbler beispielsweise einen Snap mit einem weiten Öhr um optimal spielen zu können.