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Wirbel werden von vielen Anglern als Schnurverbinder eingesetzt und verhindern effektiv das Verdrallen der Angelschnur. Außerdem können sie die Laufeigenschaften eines Köders verbessern. Es gibt sie in vielen verschiedenen Ausführungen, die sich für unterschiedliche Angelmethoden eignen. Neben einer großen Auswahl, verraten wir dir, wann du welchen Wirbel am besten einsetzen kannst.

 

Darum solltest du beim Angeln einen Wirbel verwenden

Wie bereits erwähnt, kann ein Wirbel das Verdrallen der Angelschnur verhindern. Das Verdrallen der Schnur kommt entweder im Drill durch Bewegungen des Fisches zustande, wenn der Fisch bei geschlossenem Bügel Schnur von der Rolle zieht, oder bei der Köderführung von rotierenden Ködern. Besonders Spinner, die stark um die eigene Achse rotieren verursachen oft starken Schnurdrall. Auf lange Sicht wird die Angelschnur durch dieses Verdrallen stark beansprucht, was wiederum zu einem Schnurbruch führen kann. Ein Wirbel verhindert, aufgrund seiner zwei frei beweglichen Enden, dass sich die rotierende Bewegung von Köder oder Fisch auf die Angelschnur überträgt. Gleichzeitig sorgt er für einen optimalen Köderlauf, da sich der Köder einfacher und freier bewegen kann.

Viele unterschiedliche Ausführungen

Die einfachste Ausführung ist der klassische Tönnchenwirbel. Dieser besitzt zwei Ösen und kann als einfacher Schnurverbinder zwischen Hauptschnur und Vorfach eingesetzt werden. Dieser wird oft auch in Kombination mit einem Snap verwendet, wodurch ein einfacher und schneller Köder- oder Vorfachwechsel ermöglicht wird. Beim gezielten Forellenangeln werden in der Regel sogenannte Dreifach- oder Fünffachwirbel eingesetzt, da oft stark rotierende Köder verwendet werden. Ein weiterer Spezialwirbel ist der Kreuz- bzw. T-Wirbel. Dieser Wirbel hat eine weitere, um 90 Grad versetzte, Öse und eignet sich perfekt für Seitenarmmontagen. Geht es auf besonders kampfstarke Fische im Süß- oder Salzwasser, kommen Kugellagerwirbel zum Einsatz. Im Inneren dieser Wirbel sind kleine Kugellager verbaut, die den Wirbel auch unter hoher Last extrem leicht drehen lassen.

Welcher Wirbel für welchen Zielfisch?

Generell sollte die Größe und Tragkraft eines Wirbels an die Angelmethode und den Zielfisch angepasst werden. Beim Barschangeln solltest du zum Beispiel kleinere Modelle einsetzen, die deutlich unauffälliger sind und zu den ebenfalls kleinen Barschködern passen. Man sollte nicht vergessen, das ein Wirbel immer auch ein Extragewicht innerhalb der Montage darstellt. Außerdem ist die Belastung im Drill geringer als bei größeren Fischen. Beim Hechtangeln solltest du schon deutlich stabilere und größere Modelle verwenden, die auch einem starken Drill standhalten. Vor allem die kraftvollen Kopfschläge eines Hechtes stellen eine große Belastung für den Wirbel dar.