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Geflochtene Schnüre werden überwiegend zum Spinnfischen genutzt. Aufgrund ihrer Eigenschaften passen sie einfach optimal zu dieser Angelmethode. Trotzdem hält das Geflecht auch bei anderen Angelarten immer mehr Einzug. Wie und warum verraten wir dir hier. Du erfährst welche Eigenschaften eine geflochtene Schnur ausmachen und für welche Angelmethoden du sie außerdem noch sinnvoll einsetzen kannst.

 

Die grundlegenden Eigenschaften

Während eine monofile Schnur aus einem Strang besteht, werden bei einer geflochtenen Schnur mehrere Stränge miteinander verflochtenen. Mittlerweile gibt es viele unterschiedliche Flechtungen, bei denen teilweise auch unterschiedliche Fasern miteinander kombiniert werden. Standard sind heutzutage 8-fach geflochtene Schnüre. Das Ergebnis der Flechtung ist eine deutlich höhere Tragkraft bei gleichem Durchmesser. Außerdem wird somit die Dehnung der Schnur enorm verringert. Man kann sagen, dass eine geflochtene Schnur kaum Dehnung besitzt. Dies ermöglicht einen optimalen Köderkontakt. Genau aus diesem Grund werden sie von Spinnfischern fast ausschließlich eingesetzt. Geflochtene Angelschnur ist jedoch deutlich anfälliger gegen Abrieb als ein Monofil und sollte daher möglichst wenig zum Grundangeln eingesetzt werden. Dafür ist sie wiederum nicht sehr anfällig gegenüber UV-Strahlung. Aufgrund ihrer Beschaffenheit lässt sich eine geflochtene Schnur nicht gut knoten. Um dieses Problem zu lösen, gibt es sogenannte Knotenlos-Verbinder. Damit lassen sich zum Beispiel problemlos Vorfächer an der Schnur befestigen. Die Schnüre werden in unterschiedlichen Farben angeboten. Sehr auffällige Farben werden beim Spinnfischen viel benutzt. Grelle Farben verbessern die Köderführung und erhöhen die Bisserkennung über die Schnur. Unauffällige Farben verringern dagegen die Scheuchwirkung, da Fische diese Farben schlechter wahrnehmen können.

Nicht nur was für Spinnfischer

Wie bereits erwähnt, nutzen die meisten Angler eine geflochtene Schnur zum Spinnfischen. Die Eigenschaft der geringen Dehnung bei gleichzeitig hoher Tragkraft ist aber auch für andere Angelmethoden von Vorteil. Viele Angler setzen sie zum Beispiel auch beim gezielten Ansitzangeln auf Wels ein. Dabei zahlt sich vor allem die hohe Tragkraft aus, um die kampfstarken Welse sicher zu bändigen. Außerdem fertigen viele Welsangler auch ihre Vorfächer aus geflochtenen Schnüren, dann aber meist aus Kevlarfäden. Ein weiteres Einsatzgebiet ist das Karpfenangeln auf weite Distanzen. In diesem Fall wäre eine monofile Schnur aufgrund ihrer Dehnung eher unpraktisch. Durch die geringe Dehnung der geflochtenen Angelschnur kann der Anhieb, auch auf großer Distanzen, deutlich besser durchgebracht werden und eine vernünftige Bisserkennung wird überhaupt erst möglich. In unserem Onlineshop findest du eine große Auswahl an Angelschnüren. Es sollte also kein Problem sein, die passende Schnur für deine Angelabenteuer zu finden.