Angeln mit Paternoster-Montage – Schwarmfischen leicht gemacht

Der Winter ist noch nicht ganz da, aber wir denken schon an die Heringswanderzeiten im Frühjahr. Zwischen April und Mai drängen sich die Angler wieder auf die Seebrücken, um ihre eigenen Eimer zu füllen. Damit auch euer Eimer voll wird, haben wir einen Auffrischungs-Crash Kurs für euch: Angeln mit der Paternoster-Montage.

Welcher Angler träumt nicht von vollen Eimern und mehreren Fischen an einer Leine? Die Paternoster-Montage macht das möglich.

Was ist eine Paternoster-Montage?

Die meisten Paternoster bestehen aus einem Fluorocarbon-Vorfach und drei bis fünf Seitenarmen. Fluorocarbon bietet sich hier als Material an, da – je nach Typ und Durchmesser – seine Steifheit die Seitenarme gut abstehen lässt und es schon ohne Gewichte sinkt. Auch an Monofilament-Schnüren lassen sich jedoch problemlos Seitenarme anbinden. Beim Knoten hat man viele Optionen zur Auswahl. Man befestigt sie zum Beispiel mit einem Achtknoten (Achtenschlaufe) am Vorfach oder mit einem einfachen Schlaufenknoten und bestückt sie mit Haken und Ködern. Am Vorfach sollte man ein Gewicht anbringen, damit die Schnur gerade absinkt und sich die Seitenarme optimal aufstellen können. Übrigens findet ihr die wichtigsten Angelknoten bei uns im Blog. Der Achtknoten hat eine höhere Festigkeit.

Schlaufenknoten

Will man Futterkörbe an den Seitenarmen befestigen, ist ein Karabinerwirbel sinnvoll, so kann man die Futterkörbe schnell und einfach austauschen.

Richtiger Einsatz des Paternosters

Die Paternoster-Montage kommt in der Regel für Schwarmfische zum Einsatz. Das liegt daran, dass Schwarmfische von den vielen Ködern angelockt werden und von ihrem Futterneid getrieben gewissermaßen blind anbeißen. Im Fressrausch schlagen mehrere Fische gleichzeitig zu.

Damit das so auch funktioniert, sollte man verschiedene Gewichtsstärken mitbringen, um flexibel auf Strömungsverhältnisse reagieren zu können. Gerade wenn man sich gegen die vollen Seebrücken und für das Boot entschieden hat und den Standort wechselt, muss man darauf vorbereitet sein. Sinkt der Paternoster dann so zum Grund, wie er soll, gilt es, die Fische anzulocken. Dafür hebt man den ganzen Aufbau immer wieder leicht an und lässt ihn wieder zu Boden sinken. Die Bewegung der Köder erregt die Aufmerksamkeit des Schwarms und der Hunger erledigt den Rest: Eure Eimer füllen sich wie von selbst!

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Welche Fische kann man mit dem Paternoster fangen?

In Nord- und Ostsee kann man in Deutschland besonders gut Heringe fangen. Gerade in den Wanderzeiten  ziehen sogar Anfänger stolze Fänge an Land. Auch Makrelen, Dorsche, Hechte, Barsche und Aale lassen sich mit der Paternoster-Montage fangen. Mit der Paternoster-Montage und dem richtigen Köder bleibt euer Eimer garantiert nicht leer! Übrigens: In unserer Rubrik Salzwasserangeln Vorfachsysteme findet ihr fertige Montagen.

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