Zander zubereiten

Der Zander ist eine Herausforderung für Angler. Er gilt als schwer zu überlisten und eher scheu. Wenn also ein solcher Fisch mal anbeißt, sollte das mit einem leckeren Fischessen gefeiert werden! Aber wie schmeckt Zander am besten? Wir stellen euch zwei Varianten vor, in denen ihr Zander zubereiten könnt. Also, Gummistiefel aus, Kochschürze an und los geht´s!

Zander zubereiten im Ofen

Wer den Fisch selbst gefangen hat, der darf auch ganzen Fisch servieren. Das sieht einfach spektakulär aus und bleibt schon gut im Geschmack. Da Zander grundsätzlich recht grätenarm ist, ist er auch im ganzen ein großer Essensspaß.

Wir rechnen im Rezept mit einem Zander von ungefähr 1,5 Kilo. Das ist für zwei Personen jeweils ein guter Happen Fisch, solange es eine gute Beilage dazu gibt. Wenn es nur Brot oder einen leichten Salat dazu geben sollte, ist ein größerer Fisch natürlich besser geeignet. Achtet hier nur auf die längeren Garzeiten!

Nun zu euren Zutaten und der Zubereitung:

  • ein ganzer Zander (ca. 1,5 Kilo)
  • Butterschmalz oder ein gutes Öl (kein Olivenöl, das wird bei zu hohen Temperaturen bitter)
  • Gewürze nach Wahl (zum Beispiel frische Petersilie oder auch Thymian)
  • Zitrone
  • Salz
  • Pfeffer
  • ggf Zutaten für Beilagen

Zunächst einmal solltet ihr den Zander küchenfertig machen. Also gehört der Fisch entschuppt, ausgenommen und von innen und außen gewaschen. Ist das geschehen, solltet ihr den Fisch mit einem Küchentuch von innen und außen trocken tupfen.

Heizt den Ofen auf 200 °C vor.

Füllt den Fisch mit Zitronenscheiben, Kräutern und Gewürzen und schneidet ihn auf beiden Seiten oberflächlich ein. Nun reibt ihr ihn von außen mit Schmalz oder Öl ein und salzt und pfeffert ihn kräftig.

Legt den Fisch auf ein Backblech und schiebt ihn in den Ofen. Nach etwa 20 Minuten regelt die Temperatur auf 175 oder 180 °C herunter und lasst ihn noch einmal 25 bis 30 Minuten garen. Wenn die Rückenflosse sich ganz leicht herausziehen lässt, dann ist der Fisch gar.

Wenn ihr wollt, könnt ihr den Fisch nun filetieren und servieren. Alternativ und für einen spektakulären Anblick könnt ihr den Fisch im Ganzen auf einem hübschen Brett servieren.

Welche Beilagen sich zum Zander eignen, stellen wir euch zum Schluss noch vor.

In der Pfanne Zander zubereiten

Zander lässt sich auch prima in der Pfanne zubereiten. Hier bietet es sich allerdings an, ihn schon vorher zu filetieren. So passt er wesentlich besser in die Pfanne. Wie ihr das macht, erfahrt ihr in unserem Beitrag „Zander filetieren für Anfänger leicht gemacht“ Außerdem solltet ihr den Fisch in einer beschichteten Pfanne braten, denn wenn die Hälfte in der Pfanne kleben bleibt, ist das nicht nur schade um den Fisch und das Esserlebnis, sondern auch doof sauberzumachen.

Also, hier die Liste mit den Dingen, die ihr braucht:

  • Zanderfilet (mit Haut auf einer Seite)
  • Gewürze nach eurer Wahl (hier eignen sich wieder frische Kräuter wie Petersilie oder Schnittlauch, aber auch der gute alte Knoblauch)
  • Zitrone
  • Öl
  • Butter
  • Salz
  • Pfeffer

Wascht euer Zanderfilet, tupft es trocken und schneidet es in angenehm große Stücke. Ritzt die Haut mehrfach ein. Damit die Schnitte schön klein und nur die Haut anritzen, solltet ihr ein schön scharfes Messer nutzen. Übrigens: Man schneidet die Haut ein, weil sie sich sonst beim Braten wölben würde.

Erhitzt euer Öl in der Pfanne. Wenn es schön heiß ist, bratet eure Filets ungefähr vier Minuten auf Hautseite. Dass der Fisch lang genug gebraten hat, erkennt ihr daran, dass das Fleisch an den Seiten langsam weiß wird. Wenn das so weit ist, wendet ihr die Filets, nehmt die Pfanne von der Hitze, gebt eure Kräuter, euren Knoblauch und andere Gewürze hinzu und lasst ihn noch einmal ein bis zwei Minuten ziehen.

Jetzt salzt und pfeffert ihr eure Filets noch ein bisschen und könnt ihn am schönsten mit einem übrig gebliebenen Strauß Petersilie oder Zitronenscheiben servieren.

Beilagen zum Zander

Der Klassiker als Beilage sind natürlich Kartoffeln in jeglichen Varianten. Ob Bratkartoffeln, Kartoffelpüree oder Ofenkartoffeln, jeder hat so seine Lieblingsvariante. Um die Kartoffeln ein bisschen auf euren Fisch abzustimmen, könnt ihr zum Beispiel das Püree mit den gleichen Kräutern versetzen, die ihr für den Fisch genutzt habt, oder sie gleich auf dem gleichen Backblech backen.

Als Alternative für heißere Tage, an denen es auch etwas Leichteres sein darf: Salate jeglicher Art. Ob Nudelsalat, ein knackiger bunter Salat oder Omas Gurkensalat, eurer Fantasie sind im Grunde keine Grenzen gesetzt.

Jetzt lasst euch den Zander schmecken! Euch ist noch kein Zander an den Haken gekommen? Tipps und Tricks zum Zander angeln findet ihr in unserem Beitrag dazu!

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