Forelle im Backofen: Drei Lieblingsrezepte

Forelle hat wenig Fett aber dabei viele Proteine und Vitamine, kein Wunder, dass sie zu den Top-10 Speisefischen in Deutschland gehört. Auch ihre Vielseitigkeit ist sicherlich ein großes Plus. Nachdem wir die drei Rezepte für geräucherte Forelle vorgestellt haben, ist aber ein Nachteil klar: Um geräucherte Forelle zuzubereiten, muss man sie erst einmal räuchern und das dauert nun mal seine Zeit. Deshalb zeigen wir euch heute drei Rezepte für Forelle im Backofen, damit ihr noch am Fangtag was davon habt.

Alle unsere heutigen Rezepte sind für zwei Personen ausgelegt, da man für diese Menge problemlos mit einem Blech auskommt. Wenn ihr die Mengen verändert, achtet darauf, dass Bleche auf mehreren Schienen den Hitzefluss beeinflussen und eure Forelle im Backofen so anders gart.

Forelle in der Auflaufform

Was dieses Rezept so lecker macht, ist das die Forelle im Backofen mit dem Gemüse und Gewürzen in einer Form gegart wird, so dass alles schon saftig und geschmacksintensiv wird. Für euer persönlich bestes Geschmackserlebnis könnt ihr natürlich alle Gewürz- und Gemüsemengen anpassen, aber wir führen es so auf, wie es uns am besten schmeckt. Ihr braucht für zwei Personen:

  1. Eine Auflaufform groß genug, um 200 bis 300 Gramm Forelle und Beilagen unterzubringen
  2. 200 bis 300 Gramm Forelle
  3. Eine halbe Zitrone
  4. Olivenöl
  5. Eine Zehe Knoblauch
  6. Dill
  7. Petersilie
  8. Estragon
  9. Paprika edelsüß
  10. Rosmarin
  11. Currypulver
  12. Salz und Pfeffer
  13. Eine Schalotte
  14. Ein oder zwei Tomaten
  15. Wer mag: weiteres Gemüse wie Möhren, Kartoffeln und ähnliches

Zuerst presst ihr die halbe Zitrone aus und stellt den Saft zur Seite. Die Zitrone muss man jetzt nicht wegschmeißen, man kann auch ihre Schale abreiben und trocknen, das eignet sich gut als Aroma für andere Gerichte oder Kuchen.

Jetzt müsst ihr die Forelle ausnehmen, waschen und etwas trocken tupfen. Dann schneidet ihr den Fisch auf beiden Seiten je zwei bis drei mal diagonal ein. Wie oft ihr einschneidet, hängt von der Länge des Fischs ab. So geschnitten wird er nun mit Salz eingerieben (auch von Innen!), mit Öl bepinselt und mit dem Zitronensaft beträufelt. Legt den Fisch nun in eure Auflaufform.

Als Nächstes hackt ihr die Kräuter und den Knoblauch. Legt einen kleinen Teil davon zur Seite und verteilt den Rest zusammen mit den Gewürzen auf und in dem Fisch.

Nun schneidet ihr die Tomaten in Scheiben und die Schalotte in Halbringe. Habt ihr Kartoffeln oder weiteres (hartes) Gemüse dazugenommen, schneidet es in kleine Würfel. Es ist wichtig, dass die Würfel nicht zu groß sind, sonst wird es in der Zeit, die der Fisch im Ofen braucht, nicht gar. Das ist besonders bei Kartoffeln unangenehm. Gebt ein wenig von eurem Gemüse sowie eine Scheibe Tomate in den Fisch und verteilt den Rest in der Form. Die zur Seite gelegten Kräuter mit dem Knoblauch könnt ihr jetzt über alles streuen.

Alles muss jetzt für 20- 30 Minuten in den auf 200 °C vorgeheizten Backofen. Nehmen Sie die Einstellung für Ober- und Unterhitze, da Umluft den Fisch austrocknen könnte. Dass der Fisch gut ist, erkennen Sie daran, dass er sich leicht mit einer Gabel einstechen lässt und sein Fleisch weiß geworden ist.

Dieses Gericht wirkt am besten, wenn man es nach dem Backen noch mit einem oder zwei Rosmarinzweigen garniert und die Auflaufform so serviert. Jetzt kommt die bunte Mischung aus Gemüse und der zarte Fisch besonders gut zur Geltung. Hat man jedoch die letzte Viertelstunde im Dunstkreis der lockenden Düfte verbracht, so möchte man jetzt nur noch den (trockenen) Weißwein öffnen und endlich reinhauen! Guten Appetit!

Forelle im Backofen mit Alufolie

Einfach und schnell gemacht ist unser zweites Rezept. Es braucht nicht viele Zutaten und ist mit nur ganz wenig Schnippel-Arbeit super lecker und saftig. Dank der Füllung mit Krabbenfleisch kommt ihr garantiert auf eure Kosten! Für zwei Personen braucht ihr:

  1. Zwei küchenfertige Forellen
  2. Alufolie
  3. Eine große Zwiebel
  4. 150 Gramm Krabbenfleisch
  5. Eine Zitrone
  6. Zwei Tomaten
  7. Einen Bund Dill
  8. Olivenöl

Zuerst bereitet ihr eure Füllung vor. Wollt ihr euren Fisch hübsch servieren, schneidet je eine Scheibe Zitrone von jeder Hälfte ab, bevor ihr sie jetzt auspresst. Dann zerkleinert ihr den Dill (das geht am besten mit einem Wiegemesser) und schneidet die Tomaten und die Zwiebel klein. Das alles gebt ihr mit dem Krabbenfleisch in eine Schüssel und rührt gut durch. Die Mischung noch salzen und pfeffern, dann könnt ihr euch dem Fisch zuwenden.

Beide Forellen werden von außen und innen mit Salz und Pfeffer eingerieben. So legt ihr sie in die Alufolie. Füllt den Fisch und die Alufolie reichlich mit der Masse. Jetzt müsst ihr alles noch mit einem guten Schuss Olivenöl begießen. Es sollte schon alles von Olivenöl bedeckt sein, aber nicht vor Fett triefen. Die Alufolie wird nun gut verschlossen und kommt bei 220 °C in den vorgeheizten Backofen.

Nach 25 bis 30 Minuten ist der Fisch gar. Zum Servieren könnt ihr alles auf eine große Servierplatte legen, oder schon alles auf einen vorgewärmten Teller packen (so bleibt es länger heiß). Schön mit einer Zitronenscheibe und ein bisschen Dill garnieren und fertig ist ein superschnelles, aber tolles Mahl. Guten Appetit!

Forelle im Backofen mit einem Bräter

Dieses Rezept kommt mit herzhafter Beilage von Rosmarin-Kartoffeln und ist ein absoluter Liebling. Für zwei Personen braucht ihr:

  1. Einen Bräter (Ober- und Unterseite werden befüllt, also ist einer mit einem flachen Glasdeckel eher ungeeignet. Stattdessen kann auch ein Römertopf verwendet werden)
  2. Zwei küchenfertige Forellen (Tiefkühlforellen gehen auch, aber am Besten sind sie natürlich frisch)
  3. Acht mittlere bis große festkochende Kartoffeln (alternativ: zehn bis 12 Drillinge)
  4. Drei oder vier Zweige Rosmarin
  5. Ein Stück Butter (250 Gramm)
  6. Eine Zitrone

Hattet ihr den Fisch in der Truhe, holt ihr ihn als erstes raus, damit er antauen kann. Jetzt verteilt ihr die Butter auf beide Hälften des Bräters und stellt ihn schon auf ein Gitter im Ofen, während ihr ihn auf 200°C vorheizt. Wenn die Butter schön zerlaufen ist, holt die Bräterhälften ersteinmal wieder heraus, damit die Butter nicht verbrennt.

Jetzt schält und halbiert ihr die Kartoffeln und legt sie in die eine Hälfte des Bräters. Bei Drillingen reicht es, sie ordentlich zu putzen, bevor ihr sie in den Bräter tut. Salzt die Kartoffeln und verteilt die Rosmarin-Zweige. Jetzt alles schön umrühren, damit die Kartoffeln alle von der Butter bedeckt sind und jetzt kann diese Bräter-Hälfte in den Backofen. Da die Kartoffeln 45 Minuten brauchen und der Fisch aber nur 25 bis 35 Minuten, sollte man die Kartoffeln immer zuerst in den Ofen tun, damit beides gleichzeitig fertig ist.

Tipp: Für mehr Abwechselung in den Beilagen kann man auch mal Süßkartoffeln oder Möhren mit in den Bräter tun. Einfach genauso schälen und halbieren, wie die Kartoffeln, die Stücke ungefähr gleich groß halten, damit die Garzeit passt und schon habt ihr buntes Ofengemüse zum Fisch, statt nur Kartoffeln.

Aber nun zum Fisch! Den Fisch waschen und mit etwas Küchenpapier trocken tupfen. Gegebenenfalls den Kopf und die Flossen abnehmen, dann ordentlich salzen und pfeffern. So kommt er in den Bräter und wird mit dem Saft einer halben Zitrone beträufelt. Die andere Hälfte könnt ihr in Scheiben schneiden und als Deko beim Servieren verwenden. Jetzt kommt auch der Fisch in den Ofen. Nach ungefähr 15 Minuten solltet ihr die Forelle einmal wenden, damit sie von allen Seiten gleichmäßig gart.

Ist dann die knappe halbe Stunde um, ist alles fertig und es geht ans Servieren. Auf jeden Teller einen Fisch, die Kartoffeln daneben und nach Geschmack mit Petersilie oder restlichem Rosmarin garnieren. Auch hierzu passt ein trockener Weißwein ganz hervorragend. Ihr werdet feststellen, dass durch das simple Würzen mit Salz, Pfeffer und Zitrone der Eigengeschmack der Forelle unterstrichen wird und auch, wenn Fisch auch mit vielen und aufwendigen Gewürzen großartig schmeckt, ist es doch mal schön, mit ganz einfachen Mitteln ein tolles Gericht zu zaubern. Wohl bekomm’s!

 

Habt ihr Anregungen für weitere Rezepte? Andere Fragen, die euch auf der Seele brennen und denen wir für euch nachgehen sollen? Lasst doch einen Kommentar da!

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