Dropshot-Montage: Alles, was ihr wissen müsst

Die Dropshot-Montage hat sich in Amerika als sehr effektive Finessemontage für Schwarzbarsche etabliert. Aber auch in unseren Gewässern ist diese Art der Köderpräsentation mittlerweile überaus beliebt und legt zahlreiche Fische auf die Schuppen. Bei uns dropshottet man hauptsächlich auf Zander, Forellen und Barsche. Mit dem richtigen Material, lassen sich aber auch sicher und gezielt Hecht fangen. Wir erklären heute, wie ihr ganz einfach eine normale Dropshot-Montage binden könnt. Außerdem erklären wir, was es mit einer Dropshot-Montage mit Seitenarm auf sich hat.

Das braucht ihr

Bei der Dropshot-Montage bindet man den Haken so an das Vorfach, dass er waagerecht vom Vorfach absteht. Das sorgt für ein ganz bestimmtes Bewegungsmuster und eine Köderpräsentation, die sehr natürlich ist und der kaum ein Räuber widerstehen kann. Wie genau man sie bindet, erklären wir euch jetzt. Und das braucht ihr dafür:

Dropshot-Montage binden

Am besten ist es, wenn ihr im Vorhinein schon wisst, wie weit ihr ungefähr werfen müsst bzw. wie weit euer Köder über dem Gewässergrund tanzen soll. Von diesem Faktor hängt nämlich ab, wie weit euer Köder und euer Blei auseinander sein müssen. Je weiter ihr werft, desto spitzer ist der Winkel, in dem die Schnur auf den Grund trifft. Wenn euer Köder nun kurz über dem Blei hängt, ist er so grundnah, dass er ziemlich sicher kaum Bisse provoziert. Einige Angler empfehlen deshalb von Beginn an, den Haken ungefähr in der Mitte des Vorfachs zu befestigen und gegebenenfalls die Position des Bleigewichtes anzupassen. Das geht mit den speziellen Dropshotbleien zum Glück blitzschnell.

Um den Haken zu befestigen, solltet ihr einen Springerknoten binden können. Diesen und weitere Knoten findet ihr natürlich in unserem Artikel „Die 10 wichtigsten Angelknoten für Anfänger„. Hier im Blog haben wir ihn einfach Drop Shot-Knoten genannt. Der Einfachheit halber fassen wir ihn euch hier aber nochmal zusammen.

Drop-Shot-Knoten

  1. Zieht die Schnur durch die Öse.
  2. Formt eine Schlaufe.
  3. Dreht den Haken mehrfach durch die Schlaufe.
  4. Befeuchtet die Schnur bevor ihr den Knoten festzieht
  5. Zieht die Schlaufe gefühlvoll zusammen

Jetzt sollte euer Haken waagerecht von der Schnur abstehen, mit der Hakenspitze nach oben zeigend. Befestigt nun am unteren Ende euer Blei und zieht den Gummifisch auf den Haken. Schon seid ihr fertig!

Dropshot Montage

Dropshot-Montage mit Seitenarm

Der Vorteil der Montage-Variante mit Seitenarm liegt darin, dass der Köder durch den Seitenarm mehr Spiel hat, sich natürlicher bewegt und so besser zum Beißen animiert. Der Köder klebt nicht fest an der Schnur, sondern geht mit der Strömung und erhält ein sehr natürliches Bewegungsmuster. Auch können eure Zielfische den Köder besser einsaugen, als wenn er an einem kurzen Vorfach befestigt ist, was eure Fehlbissrate deutlich reduziert. Gerade in Gewässern, die stark befischt werden, lassen sich viele Fische nicht mehr gut mit der klassischen Montage zum Anbiss verleiten. Diese misstrauischen Räuber kann man dann mit dieser Variation abgreifen.

Hierfür befestigt ihr eine Schnur an eurem Vorfach, in der Höhe, in der ihr normalerweise euren Köder befestigen würdet. Die Schnur muss nur wenige Zentimeter lang sein, kann aber auch bis zu 50 cm lang sein. Die Länge lässt sich dadurch bestimmen, wie spitz bzw. vorsichtig die Fische an diesem Tag beißen. Je spitzer die Bisse erfolgen, desto länger sollte der Seitenarm sein.

Dropshot mit Seitenarm

Hechtsichere Dropshot-Montage

Mit entsprechend großen Ködern und sogar mit toten Köderfischen lassen sich beim Angeln mit der Dropshot-Montage auch gezielt Hechte überlisten. Wichtig ist hierbei, dass der obere Teil des Vorfachs, also der Teil zur Hauptschnur hin, aus Stahlvorfach sein muss. Nur so wird die Montage auch wirklich hechtsicher. Der Haken lässt sich bei dieser Montage einfach mir Quetschülsen befestigen und ist fast noch einfacher gefertigt, als ein klassisches Dropshot-Vorfach. Beim Hechtangeln muss es auch nicht ganz so filigran zugehen.

Doppelte Dropshot-Montage

Eine weitere Erweiterung der Montage ist die doppelte Dropshot. Hierfür braucht es keinen Seitenarm, stattdessen befestigt man zwei Köder am Vorfach. Diese sollen einen Schwarm Fische simulieren, um eure Zielfische zu mehr Bissen anzuregen. Dementsprechend müsste die Fluorocarbonschnur etwas länger sein, doch abgesehen davon geht ihr genauso vor, wie bei der Installation der simplen Montage. Achtet darauf, dass genügend Abstand zwischen den einzelnen Ködern, sowie Köder und Blei ist und schon kann es losgehen! Bitte beachtet , dass das Angeln mit zwei Anbissstellen nur an wenigen Gewässern erlaubt ist. Also bitte unbedingt informieren, bevor ihr diese sehr fängige Montage hier in Deutschland einsetzt.

Letzte Variante: Jiggen mit Dropshot

Manchmal überraschen die Fische selbst den erfahrensten Angler. So kommt es bei der Dropshot-Montage manchmal vor, dass der Fisch gar nicht auf den Köder anspringt, sondern stattdessen das Blei attackieren. Damit ihr auch diese Bisse abgreifen könnt, gibt es die Möglichkeit, einen mit Jigkopf bestückten Gummifisch am Ende zu befestigen. Der Gummifisch dient hierbei als Gewicht und Köder. Jede Bewegung, die ihr an der Rute ausführt, wird bis unten weitergegeben, sodass am unteren Ende ebenfalls ein Leckerbissen baumelt, der euch einige Bisse bringt. Auch hier gilt, dass das Angeln mit zwei Anbissstellen erlaubt sein muss. Ansonsten immer nur die klassische Montage einsetzen.

Habt ihr noch weitere Varianten der Dropshot-Montage getestet? Oder Fragen zu unserem Text? Lasst gerne einen Kommentar da!

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