Die Meerforelle im Fischportrait

Die Meerforelle ist ein beliebter Fisch sowohl in der Küche als auch für Angler. Wir haben heute die wichtigsten Fakten im Fischporträt zusammengefasst.

Steckbrief zur Meerforelle

Synonyme: Strandlachs, Weißforelle, Trump, Silberlachs, Schwarzlachs, Möllitz, Breden, Sülberlaß
Englischer Name: sea trout
Wissenschaftlicher Name: Salmo Trutta Trutta
Ordnung: Lachsartige, Salmoniformes
Familie: Salmonidae
Gattung: Salmo
Größe: bis zu 140 cm (Durchschnitt 60 cm)
Alter: bis zu 38 Jahre
Körperbau: langgestreckt, torpedoförmig
Farbgebung: silbergrau bis grünlich mit weißem Bauch

Flossenformel: D. 3/9-11, A. 3/8-9, V. 1/8, P. 1/12-13, C. 19
Maul: kurz, abgestumpft
Zähne: wenige Zähne

Nahrung: Kleintiere, Insekten, kleine Fische, Lurche, Krebstiere
Laichzeit: Sommer bis Spätherbst

Äußerliche Merkmale

Eine Meerforelle wird höchstens 140 cm groß. Durchschnittlich liegt die Größe eher zwischen 60 und 70 cm. Ihr Rücken ist blaugrau, die Seiten schimmern silbergrau und der Bauch ist meist perlmuttfarben bis weiß. Rücken und Seiten sind mit wenigen schwarzen Flecken versehen.

Die Meerforelle weist oft 3 bis 4 Rückenflossenstacheln und Afterflossenstrahlen auf. Die Schwanzflosse hat meist 18 oder 19 Strahlen.

Generell bezeichnet man die Meerforelle auch als Lachsforelle. Das ist darauf zurückzuführen, dass man Meerforelle und Seeforelle häufig miteinander verwechselt. Lachsforelle ist eigentlich ein Synonym für die Seeforelle, doch aufgrund der häufigen Verwechselungen, hat sich diese Bezeichnung auch für die Meerforelle etabliert. Zu den Ähnlichkeiten der beiden Fischartenkommen wir später noch einmal.

Lebensraum

Die Meerforelle ist ein Wanderfisch, das heißt zum Laichen legt sie teilweise Strecken von mehreren hundert Kilometern zurück. So ist ihr Lebensraum eigentlich in Nord- und Ostsee. Während der Laichzeit schwimmt sie  durchaus bis in die Nebenflüsse des Niederrheins. Auch in der Mosel wurden schon Meerforellen gefangen.

Verschmutzungen des Wassers, Flussbegradigungen und Stauwehre versperren den Fischen häufig den Weg zurück zu ihren Laichplätzen, weswegen der Bestand beständig sank. So waren sie beinahe vollständig aus Mosel und Rhein verschwunden. Über die letzten Jahre haben sich jedoch verschiedene Angelsportvereine dafür eingesetzt, die Fische wieder heimisch zu machen. So konnten zuletzt tatsächlich wieder Meerforellen in der Mosel gesichtet werden.

Lebensweise und Fortpflanzung

Die Meerforellen schlüpfen in den Laichgründen in den Flüssen und ziehen nach einigen Monaten ins offene Meer. Hier verbleiben sie, bis sie selbst Geschlechtsreife erlangt haben. Das ist, je nach Ernährung nach vier bis sechs Jahren der Fall. Zum Laichen wandern sie zurück an den Ort, an dem sie selbst geschlüpft sind. Dort schlagen die Weibchen mit ihrer Schwanzflosse eine Grube und laichen.

Meerforellen betreiben keine Brustpflege. Nach dem Ablegen und Befruchten wandern sie wieder zurück ins Meer.

Mit dem Altern und dem Lebensraum verändert sich auch die Art und Weise, wie die Meeresforellen auf Futtersuche gehen. Während die Jungtiere eher auf Beute lauern, gehen die älteren Exemplare aktiv auf die Jagd.

Meerforelle und Seeforelle

Man könnte meinen, es handelt sich um den gleichen Fisch, doch wenn man ganz genau hinschaut, fallen verschiedene Unterschiede ins Auge.

Während die Färbung recht ähnlich ist, zieht sich das Maul der Meerforelle nicht so weit, wie das der Seeforelle. Die Schuppen der letzteren Art sind kleiner, als die der Meerforelle, während es sich bei den Zähnen andersherum verhält: Die Seeforelle hat stärker ausgebildete Zähne. Auch die paarigen Flossen der Seeforelle sind etwas länger gezogen, als die der Meerforelle, ansonsten ähneln sie sich jedoch.

Wenn man also eines von beidem fängt, gilt es, genau hinzuschauen, um herauszufinden, was da am Haken zappelt.

Tipps zum Meerforelle Angeln

Wie ihr einen solchen Fisch am besten an den Haken lockt, erklären wir euch in unserem Beitrag „Meerforelle angeln„. Auch Tipps bezüglich Ausrüstung und Platzwahl geben wir in diesem Beitrag. Den ersten Punkt „Kenne Deinen Fisch“ habt ihr mit unserem Fischporträt auf jeden Fall schonmal erledigt! Alle Produkte, die wir empfehlen, findet ihr natürlich bei uns im Shop.

Jetzt bleibt nur zu sagen: Petri Heil und viel Spaß!

 

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