Der richtige Räucherofen – und was ihr darüber wissen müsst

Wenn der Fisch gefangen ist, kommt die großen Entscheidungen: Was tun? Wie essen? Sofort in die Pfanne, erst einmal einfrieren oder vielleicht in den Räucherofen? Fisch und Fleisch zu räuchern ist eine uralte Methode, um Fisch oder Fleisch haltbar zu machen. Ein toller Nebeneffekt: Das Raucharoma gibt dem Fisch einen ganz besonderen Geschmack. Damit ihr ganz einfach Zuhause Räuchern könnt, erklären wir euch, worauf ihr achten müsst, wenn ihr einen Räucherofen kaufen wollt.

Räuchermethoden

Grundsätzlich kann man die meisten Räucherofen zum Kalt-, Warm- und Heißräuchern benutzen. Grundsätzlich könnte man jedoch auch über dem Grill kalträuchern. Damit ihr euch also für den richtigen Räucherofen für eure Zwecke entscheidet, erklären wir hier kurz die Unterschiede.

Kalträuchern

Diese Variante hat sicherlich die längste Tradition, denn sie würde genutzt, um Fleisch und Fisch lange haltbar zu machen. Der Kalträuchervorgang findet bei maximal 25 °C statt und kann, je nach Wunsch, bis zu mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Ihr seht also: allein durch den Räuchervorgang ist die Haltbarkeit des Fisches gestreckt.

Wichtig ist hierbei natürlich auch die Vorbereitung, denn vor dem Kalträuchern muss dem Fisch ein Großteil der Flüssigkeit entzogen werden. Das geschieht durch den Einsatz von Pökelsalz oder Salzlake.

Kalträuchern gelingt am besten in einem Räucherschrank mit viel Platz. So kann sich der kalte Rauch verteilen und den Fisch auf Dauer angenehm durchziehen. Die Temperatur von 25 °C darf nicht überschritten werden, das heißt im Sommer ist vermutlich eine andere Methode die bessere Wahl.

Heißräuchern

Für diese Variante gilt: Während des Räuchervorgangs wird der Fisch auch gegart. Das bringt mit sich, dass die Haltbarkeit sich verkürzt. Das Heißräuchern ist eine beliebte Methode, wenn man den Fisch schon kurz nach dem Räuchervorgang verzehren möchte.

Für solche „aus dem Ofen in den Mund“-Gerichte eignen sich Barsche, Hechte oder Zander. Diese werden nach dem Abkühlen recht hart und dadurch nicht besonders genießbar. Fettigen Fischen, wie Makrelen, Forellen und Aalen hingegen, sollte man zumindest ein kurzes Zeitfenster zum Abkühlung gönnen. Heißes Fett stellt Dinge mit dem Menschen an, die ihn erstmal eine Weile ins stille Örtchen verschwinden lassen…

Die Temperaturen liegen beim Heißräuchern ab 55 °C. Für Fisch solltet ihr die Temperatur zu Beginn kurz auf über 90 °C bringen und ihn dann eine Weile bei etwa 55 °C hängen lassen. Die genaue Dauer hängt dabei von der Fischart, dem gewünschten Grad an Garung und nicht zuletzt natürlich von eurem Geschmack ab. Selten wird Fisch allerdings über mehrere Stunden heißgeräuchert.

Räucheröfen

So, jetzt wo wir kurz über die Methoden gesprochen haben, kommen wir zum eigentlichen Thema: Welcher Räucherofen ist der richtige? Dazu solltet ihr jetzt kurz in euch gehen und überlegen, wie oft und wie viel ihr räuchert. Wer gelegentlich mal ein Filet oder kleinere Fische räuchern will, dem reicht vielleicht ein Tischräucherofen. Diese sind einfach zu bedienen und vor allem auch gut zu verstauen, wenn man sie mal nicht braucht.

Angler, die viel Räuchern, die vielleicht den Ofen auch mal für einen guten Schinken nutzen wollen, oder regelmäßig mit großem Fisch nachhause kommen, für die lohnt sich ein „richtiger“ Räucherofen. Natürlich gibt es auch hier verschiedene Größen, aber das kann ja jeder dem Platz anpassen, den er Zuhause hat.

Kann man denn in jedem Ofen Kalt- und Heißräuchern? Kurze Antwort: ja. Wie? Zum Heißräuchern nutzt man den Ofen genauso, wie er gedacht war. Man befeuert ihn und lässt Hitze und Rauch ihre Zauberei anstellen. Für das Kalträuchern gibt es Räucherhexen. Diese füllt ihr mit Räuchermehl und einem Stück Kohle, dann kommt es in die Holzschublade. Die Kohle lässt das Räuchermehl nach und nach herunterglimmen, ohne große Hitze zu entwickeln. So nimmt euer Fisch nach und nach den gewünschten Geschmack an.

Räucherofen oder kein Räucherofen, das ist hier die Frage

Was solltet ihr vor einem Kauf nun wissen?

Grundsätzlich solltet ihr schon vorher wissen, welche Räuchermethode häufig verwendet wird. Dem einen reicht vielleicht die Räucherhexe für den Grill, während jemand anderes unbedingt einen großen Räucherofen braucht, um seine Hechte zu räuchern.

Wisst ihr, welche Räucher-Gewohnheiten ihr habt? Dann geht es jetzt nur noch um die richtige Größe und das richtige Zubehör. Macht die Größe von eurer Räuchermenge abhängig und das Zubehör, wie zum Beispiel das richtige Räuchermehl, von eurem Geschmack. Ihr seid unsicher, welcher Ofen der beste für euch ist? Dann ruft einfach bei uns an! Unsere Experten beraten euch gern.

Jetzt wisst ihr, woran ihr denken solltet. Seid ihr immer noch nicht sicher? Schaut doch mal bei unseren Top 3 Rezepten für geräucherte Forelle vorbei. Wer da keine Lust auf daheim geräucherten Fisch bekommt…

 

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