Der Huchen im Fischportrait

Der Huchen, auch bekannt als Donaulachs, ist ein Gigant des Süßwassers und von Anglern begehrt. Durch Veränderungen seines Lebensraumes gilt er jedoch auch als stark gefährdert. Lernt hier mehr über diesen besonderen Fisch.

Steckbrief zum Huchen

Synonyme: Donaulachs, Rotfisch, Donausalm
Englischer Name: Danube salmon
Wissenschaftlicher Name: Hucho hucho
Ordnung: Lachsartige (Salmoniformes)
Familie: Lachsfische (Salmonidae)
Gattung: Hucho
Größe: 60 bis 120 cm (bis zu 150 cm in Ausnahmen)
Alter: ca 15 Jahre (in Ausnahmen über 30 Jahre)
Körperbau: langgestreckt, beinahe ganz rund
Farbgebung: Rücken: bräunlich/grünlich: Bauch: weiß; Seiten: kupferfarben; dunkle Punkte auf dem ganzen Körper, an den Seiten vermehrt
Flossenformel: D III-V/8-14, A III-V/7-14
Maul: Mundspalte bis hinter die Augen
Zähne: stark bezahnt
Nahrung: Jungtiere: Wirbellose; ausgewachsene Tiere: kleine Fische, Amphibien, sogar kleine Wirbeltiere wie Mäuzse oder Entenküken
Laichzeit: März/April

Habitat des Huchen

Der Huchen ist als Donaulachs bekannt, da er früher hauptsächlich in der Donau verbreitet war. Durch menschliche Besatzung und Schutzmaßnahmen findet man ihn nun auch in der Isar bei München sowie einigen Gewässerin in Österrreich, Tschechien und der Slowakei.

Er jagt besonders gern in größeren Fließgewässern, lebt auschließlich in Süßgewässern und verhält sich territorial.

Fortpflanzung

Die Laichzeit des Huchens liegt, verglichen mit anderen Salmoniden, recht spät. Zwischen März und April legen die Weibchen bis zu 10.000 Eier ab. Diese legen sie in Laichgruben und bedecken sie mit Kies. Nach ungefähr 35 Tagen schlüpfen die Jungen. Jugne Huchen ernähren sich etwa zwei Jahre lang von wirbellosen Tieren, bis sie dann zur Fischjagd übergehen.

Eine unverwechselbare Besonderheit ist das Ausbilden eines Laichhakens beim Männchen. Dieser ist eine Verformung des Unterkiefers, die während der Laichzeit stattfindet.

Bevorzugte Laichgebiete für den Huchen liegen oft stromaufwärts in kleinen Nebengewässern. Im Gegensatz zu anderen Salmoniden unternehmen die Huchen aber keine langen Wanderungen. Sie suchen sich ihre Laichgebiete in höchstens 100 km Entfernung.

Gefährdung

Wie bereits zu Beginn erwähnt ist der Huchen auf der Roten Liste gefährdeter Arten des IUCN. Das macht ihn zu einer „endangered species“. Wie kommt es, dass der König der Nahrungskette in der Donau bestandsmäßig so schwach ist?

Durch Zunehmende Begradigung, Verschmutzung und Bebauungen von Flüssen und Uferbereichen, greift der Mensch stark in die Lebensräume des Huchen ein. Auch Kiesabbau in den Nebenflüssen, die die Laichgebiete darstellen, ist eine Gefahr für die Spezies.

Um diesem negativen Trend entgegenzuwirken, gibt es mittlerweile an vielen Orten Vereine und Aktionen, die den Bestand schützen. An der Isar in München werden die Brutpaare beschützt und die Bestände aufgefüllt, wenn sie durch Fressfeinde reduziert wurden. Auch im Donau-Gebiet gibt es Zuchtprogramme. In solchen Zuchtprogrammen werden de Fische während der Laichzeit in geschützte Gewässer gebracht und schließlich, wenn der Nachwuchs eine bestimmte Größe erreicht hat, wieder ausgesetzt.

Huchen angeln

Der Huchen gilt als Delikatesse. Sein Fleisch ist recht fest und aromatisch. Es wird geschmacklich mit dem Thunfisch verglichen. Außerdem ist er eine große Herausforderung für jeden Angler.

Wer sich dieser Herausforderung stewllen möchte, kann das in Deutschland aber auch im Balkan tun. Es gibt Huchentouren, die zwar einiges Kosten, wo die Wahrscheinlichkeit aber auch höher ist, dass man am Ende des Tages mit einem Huchen nach Hause geht.

Alternativ zu solchen Touren gibt es (ebenfalls meist kostenpflichtig, aber weniger kostenintensiv als eine Tour) ausgewiesene Plätze zum Huchen-Angeln. Also, auf zum Fliegen- oder Spinnfischen!

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