Barsch – alle Informationen zum Fisch

Heute dreht sich mal wieder alles rund um den Barsch. Wir haben ja bereits einen Bericht über die perfekte Technik beim Barsch angeln geschrieben, darum sehen wir uns heute den Fisch näher an. Wenn wir in Deutschland vom Barsch reden, dann meinen wir natürlich nicht alle Barsch Arten, die es gibt. Denn wer will schon in Südamerika einen Schmetterlingsbuntbarsch angeln, der 5 cm groß ist und wunderschön aussieht? Wir reden natürlich vom Europäischen Barsch und vielleicht noch von seinen Verwandten dem Kaulbarsch oder dem barschartigen Zander. Darum gucken wir uns heute nur den Europäischen Barsch an. Wer mehr Wissen hat, kann gerne einen Kommentar schreiben und wir ergänzen den Artikel. Übrigens ist der Barsch in der Ostsee kein Verwandter, sondern der gleiche Flussbarsch wie bei uns.

Steckbrief Barsch

  • Europäischer Flussbarsch: Perca fluviatilis
  • Systematik: Acanthomorphata – Stachelflosser (Euacanthomorphacea) – Barschverwandte (Percomorphaceae)
  • Ordnung: Barschartige (Perciformes)
  • Unterordnung: Percoidei
  • Familie: Echte Barsche
  • Wissenschaftlicher Name: Percidae
  • Deutscher Name: Barsch
  • Synonyme: Stachelritter
  • Größe: bis zu 60 cm
  • Gewicht: bis zu 5 Kg
  • Alter: bis zu 22 Jahre
  • Wachstum: sehr langsam
  • Nahrung: Raubfisch, Insekten, andere Fische, Würmer, Krebse, Fischlaich
  • Form: hochrückig
  • Schuppen: klein bis mittelgroß, sehr hart
  • Angeltechnik: Grundangeln, Spinnfischen

Barsch Verhalten

Die kleinen und jungen Barsche sind in der Regel Schwarm- bzw. Gruppentiere in Ufernähe. Größere Exemplare können teilweise auch Einzelgänger mit festen Revieren sein und sind eher im tiefen Gewässer zu finden. Wer gerne Barsch angeln geht und schon mal eine Dropshot-Montage mit einem Gummifisch und einem Jig als Bodenblei gewählt hat, der wird bestätigen können, dass Barsche auch gerne mal zeitgleich zubeißen. Das kommt daher, dass die Fische, sobald einer Nahrung aufnimmt, in einer Art Fressrausch geraten, angezettelt durch Futterneid. Die Rudeljagd kann man natürlich bei der Köderwahl ausnutzen. Wer mit nur einem Haken fischt, der sollte nach einem Barschbiss den Köder schnell wieder auswerfen und von der Fressphase profitieren. Kaum zu glauben, aber der größere Flussbarsch isst am liebsten kleinere Artgenossen.

Körperbau

Ein typisches Erkennungsmerkmal vom Barsch ist die olivgrüne Farbe mit den (sechs bis acht) senkrechten schwarzen Streifen (auch Querbinden genannt), aber auch die stachelige Rückenflosse und die roten Brustflossen sowie die Afterflosse. Die Bauchflossen sind eher weiß. Das Maul des Barsches ist oberständig. Das Schuppenkleid zeigt sehr kleine und feste Schuppen. Der Kiemendeckel schließt mit einem spitzen Dorn ab. Die Rückenflosse ist zweigeteilt, wobei nur die größere vordere Rückenflosse die harten Stacheln aufzeigt. Der Bauch ist weiß bis silbrig. Der Körperbau ist deutlicher stumpfer und kürzer als der des verwandten Zanders, gesamtheitlich betrachtet sehr gedrungen und seitlich abgeflacht.

Barsch Größe

Selbst mit größeren Ködern hat man oft kleine Barsche an der Angel. Sprich er ist mit dem Verhältnis von Körpergröße und Köder nicht zimperlich. In der Regel fängt man Exemplare um die 20 cm, was schon eine stattliche Größe ist. Die größten bekannten Fänge liegen bei ungefähr 60 cm. Wer sich kapitale Riesenbarsche ansehen möchte, der gibt einfach mal Perchzilla bei Google an. Ein 20 cm langer Fisch wiegt bis zu einem Kilogramm, riesige Exemplare bis zu 5 kg.

Barsche geangelt

Barsch in der Küche

Das Fleisch ist sehr lecker und beliebt. Das kommt daher, dass es sehr mager ist und wenig Gräten aufweist. Er ist, wie fast alle Fischarten, auch ein hervorragender Nährstofflieferant. Nährstoffe sind Vitamine (A, B2, B6, B12, Jod), Mineralstoffe und Omega 3 Fettsäuren.

Lebensraum

In fast jedem Bach, Fluss oder See findet man die beliebte Fischart. Das liegt nicht nur an seiner guten Fortpflanzung, sondern auch an seiner Robustheit gegenüber seiner Umgebung. Der Barsch ist in der Lage, sich sehr schnell anzupassen und hat an die Wasserqualität nur geringe Ansprüche. Auch wenn man den Flussbarsch in fließenden und strömenden Gewässern findet, so bevorzugt er doch eher stille bis langsam fließende Gewässer. Das Verbreitungsgebiet der Barsche ist auf der nördlichen Halbkugel so groß, dass man ihn sogar in hohen Gebirgsgewässern und auch im Brackwasser der Ostsee antrifft.

Fortpflanzung

Der Flussbarsch laicht zwischen März und Juni. Hierbei legt das Weibchen an flachen Uferstellen 3.000-300.000 Eier, mit einer Größe von 1,5-2,5 mm je Ei, in lange Gallertschnüren (welche einem Netz gleichen) an Steinen, Ästen oder auch Pflanzenteile ab. Daher nennt man sie auch Haftlaicher. Sobald die Larven geschlüpft sind, gehen sie an die Oberfläche, wo sich die Schwimmblase füllt. Die Larven der Barsche nehmen Zooplankton als Nahrung zu sich. Nach der Larvenzeit gehen die Jungfische ins Litoral zurück und wechseln die Nahrung auf Makrozoobenthos.

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